Von Stein AG nach Heimberg mit einem Abbruchbagger


Nachdem ich am 8. Mai 2008 um 6:30 von der Nachtschicht nach Hause gekommen war ging ich ins Bett und wollte so bis gegen 11 Uhr schlafen um mich dann um ca. 12 Uhr in Etzgen mit Roli zu treffen. Doch erstens kommt es anders und zweitens als man denkt, deshalb läutete so gegen 10 Uhr mein Telefon, Roli von STB war dran und meinte: „Falls du mitkommen willst, schwing die Hufe und schau, dass du direkt nach Stein kommst. Der Transport wartet bereits die wollen so bald wie irgendwie möglich fahren!"

Also gut wo ich ja schon mal wach war, bin ich aus dem Bett gehüpft und gab nun Gummi um nach Stein zu kommen. -Ich hab dann ca eine halbe Stunde auf Roli gewartet- Nun dieser Transport wartete auf uns

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1 Scania 164G 580 V8 Schwandner Pfreimd

Der Transport hatte folgende Masse 27.50 m lang, 3.00 m breit, 4.20 m hoch, 101.00 t bewilligt. Geladen ist ein Komatsu PC 350 NHRD (60.72 t). Allerdings ist der Transport nur ungefähr 4 Meter hoch. Folgende Strecke war bewilligt: Zollamt Stein/Säckingen - Eiken - Auffahrt Eiken (16) - A3 - Verzweigung Birrfeld (53) - A1 - Verzweigung Bern-Wankdorf (37) - A6 - Ausfahrt Thun-Nord (16) - Heimberg, Gurnigelstrasse - Bernstrasse, Kuhn Schweiz AG

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2Überhang

Der Transport hatte einigen Überhang nach hinten, was uns aber nicht weiter stören sollte, da vorwiegend über die Autobahn gefahren werden konnte.

In der Zwischenzeit ist auch Roli eingetroffen und wir konnten los. Nach der Brücke in Stein muss jeweils die Kreuzung gesperrt werden da die Schwertransporte im Gegenverkehr von der Brücke fahren müssen, denn die Brücke ist nur auf dieser Seite verstärkt. So kam ich zum ersten Einsatz als ‚Ersatzampel'. Als der Transport schon über die Brücke fuhr -vorschriftsmässig alleine- wollte sich eine Autofahrerin an Roli vorbeidrücken, er stand Ihr dann vors Auto und sagte ihr: „Sie können schon weiterfahren aber hier kommen gleich 100 Tonnen um die Ecke, mal schauen ob Sie stärker sind!" Daraufhin ist die Dame ihrem Hintermann fast ins Auto gefahren.

Mittlerweile sind wir vor dem Bözbergtunnel mit knapp 40km/h unterwegs. Ich finde das eigentlich noch ziemlich zügig wenn man bedenkt, dass hier 100 Tonnen den Berg bewältigen.

Etwas später kommt dann noch das Autobahnkreuz Birrfeld, dort hatte es eine Baustelle, welche ungefähr so breit war, wie unser Transport. Es hat aber ganz knapp gereicht.

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4 Baustellendurchfahrt

Danach konnten wir uns entspannen und einfach mal rollen lassen. Keine Baustellen kein übermässiger Verkehr keine Auffälligkeiten. Bis auf ein Wohnwagengespann welches wir zügig überholen konnten. Erst nach der Ausfahrt Thun-Nord wurde es wieder interessant, denn ab hier durften wir wieder unsere Begleitfunktion wahrnehmen. (Auf der Autobahn ist das in der Regel verboten)

Leider ging es nur noch durch zwei Kreisverkehre und dann waren wir da, wenn da nur nicht diese Zufahrt wäre.

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Da eine sogenannte „Biene Maya" im Weg war durfte Roli noch ein wenig den Verkehr regeln bis der Fahrer des Transports den Baggerarm angehoben hatte, damit der „Biene Maya" nichts geschieht. Leider kennen die einen Autofahrer wohl keine Handzeichen, aber das ist eine andere Geschichte.

Schlussendlich mussten wir noch eine Fahne der angrenzenden Garage etwas zur Seite ziehen damit der Transport zur Firma Kuhn Schweiz fahren konnte. Fazit Heil angekommen und nichts kaputt gemacht.

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